gezeiten - poesie und mehr

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als adams söhne sich so vermehrt hatten, daß sie sich für zahlreich genug hielten, einen sturm auf die oberen zu wagen, begannen sie einen turm zu bauen, der bis in den himmel hinaufreichen sollte. da wurden die oberen von furcht ergriffen, und um sich zu schützen, sprengten sie die zusammenrottung, indem sie die zungen und den verstand der menschen verwirrten, dergestalt, daß, wo ihrer zwei sich trafen, sie einander nicht verstehen konnten, auch wenn sie dieselbe sprache sprachen. seitdem herrschen die oberen durch zwietracht, und die zwietracht wird wachgehalten durch den wahn, daß die wahrheit gefunden sei; denn wenn die menschen einem ihrer propheten glauben, dann ist es ein lügenprophet. gelingt es dagegen irgendeinem sterblichen, das geheimnis der oberen zu erforschen, so wird ihm nicht geglaubt, und er wird mit wahnsinn geschlagen, auf daß ihm keiner glaube. seither sind die sterblichen mehr oder minder irre, am meisten diejenigen, die für weise gehalten werden, und bei verstand sind allein die narren; denn sie sehen das unsichtbare, hören das unhörbare und kennen das unbekannte, doch es ist ihnen nicht möglich, den anderen ihr wissen mitzuteilen.




august strindberg

10.10.07 00:00

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