gezeiten - poesie und mehr

unverrichteter dinge

...



wenn die silben ihren ausweg
gefunden haben
sind sie nur leichte
gabe von leben
einer musik, deren laute so wenig
zueinander passen wie diese



denn ich habe dein haar
weiß werden sehen
deine weitgereiste
traurigkeit
auf dich ist
so sehr vieles gerichtet
doch eigentlich nur ein
monotoner ton
der nie enden will



daß es nicht wieder schwindet
wenn wir
unverrichteter dinge, gehen
den mund stillegen
uns so setzen, daß kein
licht auf uns fällt
und es ganz gleich ist
was unser teil war



etwas bildet sich
alles ungetane
das in worten bleibt
für die zeit, wenn der name
nicht mehr erscheint
aus dir spricht stille –
ich werde es nicht
so weit bringen, ich werde
früher als du
fertig sein




© ecb

9.9.07 00:00

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Brigitte / Website (9.9.07 09:28)
Das ist schön und wehmütig wie ein nebelverhangener Herbsttag, liebe Eva!

"deine weitgereiste / Traurigkeit"
"ein / monotoner Ton / der nie enden will"

Herzliche Grüsse
Brigitte


eva (9.9.07 14:08)
ganz lieben dank, brigitte - ich freue mich über deine worte.
liebe grüße an dich!

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