gezeiten - poesie und mehr

stillpunkt I-III

...


I
als ich ein stern war
in kaltklarer nacht
ein grün durchleuchteter
raum im flieder
die blume nichts
als blume war
ein wort
sich schweigend ereignete
als ich mein teil
der erde war




II
ein schauender schatten am wege
etwas geht vorüber
in den hohlräumen hallt es wider
zwischen den hecken, den zeichen
summen entfernter gefühle


das licht brennt immer noch
der tag ist viel zu lang


ein schauernder schatten am wege




III
mitunter
legt sich aller wind
das meer ebbt und flutet
saumlos, erfüllt
vom warmen strom
und der mund sagt still
warte nicht mehr
träum allein
den traum




© ecb

15.8.07 00:00

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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


quersatzein / Website (15.8.07 07:14)
Dein stiller, lyrischer Text brandet wie Ebbe und Flut - man geht als LeserIn gerne hinein in diese Bewegung. Schön!

Mit liebem Gruss
Brigitte


marianne / Website (15.8.07 13:05)
sehr nah. und wunderschön!
liebe grüsse an dich, eva.


eva (15.8.07 14:28)
danke, ihr beiden - freu mich!
liebe grüße auch an euch

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