gezeiten - poesie und mehr

... und hier gehts weiter:




gezeiten II
http://evasgezeitenzwei.blogspot.com/





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herzlichen dank für alle eure kommentare - ich hoffe, wir begegnen uns wieder im nachfolger dieses blogs!

1 Kommentar 5.11.07 07:38, kommentieren

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mein blog macht nun pause.

im november geht's weiter!

 

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6 Kommentare 13.10.07 06:30, kommentieren

...

ich werde nicht enden zu sagen:
meine gedichte sind schlecht.
ich werde gedanken tragen
als knecht.
ich werde sie niemals meistern
und doch nicht ruhn.
soll mich der wunsch begeistern:
es besser zu tun.




joachim ringelnatz

3 Kommentare 13.10.07 00:00, kommentieren

es

...



dumpfer aufprall.
mehr nicht.
heute fand ich es.
leere augenhöhlen.
gedärme und blut.
der krähen mahl.
ich weiß nicht, was es war.
es weiß es auch nicht mehr.




vielleicht blickt es auf seinem weg in die unendlichkeit noch einmal auf sich hinunter und fragt sich, was es wohl war.
oder es fragt sich, ob es das war, was es sieht.
da es wahrscheinlich nie vorher einen blick hat auf sich werfen können, empfindet es sich vielleicht als schön.
oder es weiß und weint bei seinem anblick. wer weiß ...




© otto lenk

1 Kommentar 12.10.07 00:00, kommentieren

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worte sind der seele bild –
nicht ein bild! sie sind ein schatten!
sagen herbe, deuten mild,
was wir haben, was wir hatten. –
und was ist’s denn, was wir haben? –
nun, wir sprechen! rasch im fliehn
haschen wir des lebens gaben.




goethe

1 Kommentar 11.10.07 00:00, kommentieren

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wort ist anrufung. suche.



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2 Kommentare 10.10.07 00:00, kommentieren

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als adams söhne sich so vermehrt hatten, daß sie sich für zahlreich genug hielten, einen sturm auf die oberen zu wagen, begannen sie einen turm zu bauen, der bis in den himmel hinaufreichen sollte. da wurden die oberen von furcht ergriffen, und um sich zu schützen, sprengten sie die zusammenrottung, indem sie die zungen und den verstand der menschen verwirrten, dergestalt, daß, wo ihrer zwei sich trafen, sie einander nicht verstehen konnten, auch wenn sie dieselbe sprache sprachen. seitdem herrschen die oberen durch zwietracht, und die zwietracht wird wachgehalten durch den wahn, daß die wahrheit gefunden sei; denn wenn die menschen einem ihrer propheten glauben, dann ist es ein lügenprophet. gelingt es dagegen irgendeinem sterblichen, das geheimnis der oberen zu erforschen, so wird ihm nicht geglaubt, und er wird mit wahnsinn geschlagen, auf daß ihm keiner glaube. seither sind die sterblichen mehr oder minder irre, am meisten diejenigen, die für weise gehalten werden, und bei verstand sind allein die narren; denn sie sehen das unsichtbare, hören das unhörbare und kennen das unbekannte, doch es ist ihnen nicht möglich, den anderen ihr wissen mitzuteilen.




august strindberg

1 Kommentar 10.10.07 00:00, kommentieren